Motorradkennzeichen: Größe, Maße und wie Sie es prägen lassen

Sie fragen sich, welche Motorradkennzeichen-Größe für Ihre Maschine vorgeschrieben ist und wo Sie das passende Schild bekommen? Am Motorrad gilt anders als beim Auto keine Einheitsgröße: Je nach Fahrzeug sind unterschiedliche Maße erlaubt, und ein falsch dimensioniertes oder unleserliches Schild kann bei der Kontrolle Ärger machen. Dieser Ratgeber erklärt die zulässigen Maße, die wichtigsten Anbringungsregeln und wie Sie ein amtliches Motorradkennzeichen bequem prägen und nach Hause liefern lassen.

Kurz gesagt: Für Motorräder sind Kennzeichen mit 180, 200 oder 220 mm Breite bei 200 mm Höhe zulässig (laut Bußgeldkatalog nach der Fahrzeug-Zulassungsverordnung), Leichtkrafträder bis 125 cm³ nutzen ein Format bis 255 × 130 mm. Das nach DIN 74069 geprägte Schild können Sie online bestellen und versichert per DHL nach Hause liefern lassen – gültig wird es erst mit der Stempelplakette der Zulassungsstelle.

Welche Größe hat ein Motorradkennzeichen?

Motorradkennzeichen sind kompakter und höher als die langen Autoschilder. Für klassische Krafträder sind laut Bußgeldkatalog drei Breiten zulässig: 180 mm, 200 mm oder 220 mm – jeweils bei einer Höhe von 200 mm. Rechtsgrundlage ist die Anlage 4 zur Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Welche Breite in Frage kommt, hängt davon ab, wie viele Zeichen Ihre Kennzeichenkombination hat.

  • 180 mm breit: die schmalste Variante, hier passen maximal zwei Buchstaben und zwei Ziffern.
  • 200 mm breit: der gängige Mittelweg für die meisten Kombinationen.
  • 220 mm breit: Platz auch für längere Unterscheidungszeichen und mehr Ziffern.

Ältere Motorradkennzeichen mit bis zu 280 mm Breite dürfen laut Bußgeldkatalog weiterhin gefahren werden – die kleineren Formate wurden erst 2011 eingeführt. Wenn Sie neu bestellen, wählen Sie am besten die Breite, die zu Ihrer Zeichenzahl passt, damit die Schrift gut lesbar bleibt.

Motorrad, Leichtkraftrad und Roller: Wo liegen die Unterschiede?

Nicht jedes Zweirad bekommt das gleiche Schild. Entscheidend ist die Fahrzeugklasse:

  • Kraftrad (klassisches Motorrad): 180, 200 oder 220 mm breit × 200 mm hoch.
  • Leichtkraftrad (50 bis 125 cm³, max. 11 kW): ein flacheres Format bis 255 mm Breite × 130 mm Höhe.

Kleinkrafträder wie Mopeds und Roller bis 45 km/h fahren dagegen mit einem Versicherungskennzeichen, das jährlich neu bei der Versicherung bezogen wird – dieses Schild lässt sich nicht individuell prägen. Für alle zulassungspflichtigen Krafträder und Leichtkrafträder gilt dagegen das amtliche, geprägte Kennzeichen. Wenn Sie unsicher sind, welche Klasse Ihr Fahrzeug hat, hilft ein Blick in die Zulassungsbescheinigung Teil I (Feld unter „Fahrzeugklasse“).

Vorschriften zur Anbringung – und häufige Fehler

Am Motorrad wird das Kennzeichen ausschließlich hinten montiert, mittig und in der richtigen Höhe. Damit Sie bei der nächsten Kontrolle nichts riskieren, sollten Sie diese Regeln kennen:

  • Unterkante mindestens 20 cm über der Fahrbahn, Oberkante höchstens 1,50 m.
  • Senkrecht angebracht oder maximal 30° nach vorn geneigt.
  • Beleuchtung, die das Schild bei Dunkelheit auf 20 m lesbar macht.
  • Kein getöntes Glas, keine Folie und keine Abdeckung über dem Schild.

Zu den häufigsten Fehlern gehören verbogene oder verschmutzte Schilder und getönte Kennzeichenhalter. Laut Bußgeldkatalog werden ein fehlendes oder schlecht lesbares Kennzeichen mit rund 10 Euro geahndet, das Fahren ohne Kennzeichen mit 60 Euro und ein verdecktes Kennzeichen mit 65 Euro. Ein sauber geprägtes, normgerechtes Schild erspart Ihnen diese Diskussionen von vornherein. Weitere Stolperfallen rund um die Anmeldung finden Sie in unserem Ratgeber zu den häufigsten Fehlern bei der Kfz-Zulassung.

Wer prägt das Schild – und muss ich dafür zur Prägestelle?

Früher hieß es: Zulassungsstelle, dann zum Schildermacher nebenan, dann zurück zum Schalter. Heute können Sie diesen Weg abkürzen. Ihr Motorradkennzeichen lässt sich online bestellen und nach DIN 74069 in Deutschland prägen – die amtliche Norm für Kfz-Kennzeichen. Ein einzelnes Motorrad- oder Anhängerschild kostet beim Anbieter 19,90 € inklusive versichertem Versand; für Pkw und Lkw gibt es zwei Schilder für 29,95 €. Alle Kennzeichenarten – Standard, Saison, E-, H- und grüne Kennzeichen – kosten gleich viel, es gibt keinen Aufpreis für Sondervarianten.

Sie wählen einfach Fahrzeugtyp, Größe und Unterscheidungszeichen aus, geben Ihre Adresse an und zahlen. Bestellungen bis 17 Uhr gehen laut Anbieter am selben Werktag raus, die Lieferung dauert danach typischerweise ein bis zwei weitere Werktage per versichertem DHL. Wichtig und ehrlich gesagt: Die Schilder kommen ungestempelt an. Gültig werden sie erst mit der Stempelplakette Ihrer Zulassungsstelle. Der Behördengang entfällt also nicht komplett – aber er wird deutlich kürzer, weil Sie das fertige Schild schon in der Hand halten. So können Sie Ihr Motorradkennzeichen prägen und liefern lassen, ohne selbst eine Prägestelle zu suchen.

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Wunschkennzeichen fürs Motorrad? So reservieren Sie die Kombination

Viele Motorradfahrer möchten nicht irgendeine Kombination, sondern die Initialen, das Baujahr oder eine Glückszahl auf dem Schild. Ob Ihre Wunschkombination bei der zuständigen Zulassungsstelle noch frei ist, lässt sich vorab online prüfen und reservieren – Sie erhalten dann eine Reservierungs-PIN, die Sie zum Zulassungstermin mitbringen. Reservierung und Prägung gehören erzählerisch zusammen: erst die Wunschkombination sichern, dann das Schild prägen lassen, zuletzt bei der Zulassungsstelle abstempeln. So läuft alles in einem Rutsch. Sie können die Verfügbarkeit Ihres Wunschkennzeichens prüfen und reservieren, bevor Sie das Schild bestellen.

In 4 Schritten zum geprägten Motorradkennzeichen

  1. Wunschkombination prüfen und reservieren: Verfügbarkeit online abfragen und die Reservierungs-PIN sichern.
  2. Schild konfigurieren: Fahrzeugtyp „Motorrad“, passende Größe (z. B. 180 × 200 oder 220 × 200 mm) und Unterscheidungszeichen wählen.
  3. Bestellen und prägen lassen: Adresse angeben, bezahlen – das nach DIN 74069 geprägte Schild wird versichert per DHL geliefert.
  4. Bei der Zulassungsstelle abstempeln: Schild und PIN mitnehmen, Stempelplakette erhalten – fertig.

Häufige Fragen

Welche Größe brauche ich für mein Motorrad?

Für klassische Krafträder sind 180, 200 oder 220 mm Breite bei 200 mm Höhe zulässig (laut Bußgeldkatalog). Die Breite richtet sich nach der Zeichenzahl Ihrer Kombination – bei 180 mm passen maximal zwei Buchstaben und zwei Ziffern.

Braucht ein Leichtkraftrad ein anderes Schild?

Ja. Leichtkrafträder mit 50 bis 125 cm³ nutzen ein flacheres Format bis 255 × 130 mm. Beim Konfigurieren wählen Sie einfach den passenden Fahrzeugtyp und die Größe aus.

Kann ich mein Motorradschild online prägen lassen?

Ja. Ein einzelnes, nach DIN 74069 geprägtes Motorradschild kostet 19,90 € inklusive versichertem Versand und kommt per DHL nach Hause. Sie können es direkt online prägen lassen.

Ist das gelieferte Kennzeichen sofort gültig?

Nein. Die Schilder werden ungestempelt geliefert und werden erst mit der Stempelplakette der Zulassungsstelle gültig. Der Behördengang wird dadurch aber kürzer, weil Sie das fertige Schild bereits mitbringen.

Geht ein Wunschkennzeichen auch fürs Motorrad?

Ja. Sie können Ihre Wunschkombination vorab auf Verfügbarkeit prüfen und reservieren und erhalten eine Reservierungs-PIN für den Zulassungstermin. Beachten Sie, dass die Reservierungsgebühr der Zulassungsstelle (beim Anbieter mit 12,80 € angegeben) separat anfällt.

Erst die Wunschkombination sichern, dann das Schild prägen lassen – Verfügbarkeit in Sekunden geprüft.

Wunschkennzeichen prüfen und reservieren